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Erich Sabaiczuk

Erich Sabaiczuk mit Dr. Siegmund Jähn und im Hintergrund die Fliegenden Sachsen

Bewegung ist ein Lebenselexzier. Bei ein wenig Glück hält es den Körper bis ins Alter geschmeidig, gesund und vital. Zu den Bewegungskünstlern gehören zweifellos die Turner. Einer von ihnen holte sich Ende der 1960er Jahre den DDR-Meistertitel der akrobatischen Sprungreihen und begann bereits 1972, sein Wissen und Können an noch jüngere Menschen weiter zu geben. Als Sportdozent an der Pädagogischen Hochschule in Zwickau begeisterte er seine Studenten als agiler, umtriebiger Trainer, entwickelte für die Turn- und Sportfeste immer wieder Choeografien und neue Flugelemente für die großen Shows. Für tausende Studenten sind sie noch heute unvergeßlich. Seine Übungsstandards waren schließlich auch für die anderen Sportgruppen der DDR gültig.

"Er hat uns das Turnen gelernt", würdigen anerkennend zwei ehemalige Studenten, die übrigens heute ebenfalls Gäste der SACHSEN ASSE-Gala sind, ihren Trainer. Und sie verraten im Vorfeld, dass ihr Lehrer als Erfinder der "Wurstl-Rolle" gilt. Aber das ist nun wirklich nur noch etwas für Eingeweihte. Ebenso wie die Geschichte mit Torwartlegende Jürgen Croy, der es als Turner nicht so leicht hatte, aber dennoch sein Testat schaffte...

Nach der Wende bekam die Freude auf das Zusammenspiel zwischen Körperbeherrschung, Sport, Musik und Show eine neue Chance und schnell waren mit treuen Partnern die "Fliegenden Sachsen" geboren. Die Kraft und Eleganz eines jeden Akteurs galt es zu Darbietungen zu verknüpfen, die traditionell turnerische Elemente mit Artistik, Akrobatik und Tanz verschmelzen ließen.

Dabei griffen die Turner auf technische Entwicklungen von Geräten zurück, die zum Teil einmalig auf der Welt sind. Mit kraftvoller Musik, gepaart mit Licht- und pyrotechnischen Effekten, entstanden Shows mit einer ganz eigenen, dynamischen Prägung.

Inzwischen hat der Verein rund 700 Mitglieder, die regelmäßig trainieren.

Die "Fliegenden Sachsen" bezauberten bereits Zuschauer in über 100 deutschen Städten, sie waren international im kanadischen Halifax, in Amsterdam, in Mailand sowie Wien unterwegs und auch das Fernsehen hat sie schon entdeckt.

Die besondere Leistung unseres SACHSEN ASSES, den wir nun für sein Lebenswerk ehren möchten, ist sein Schaffen für unsere Jugend seit über 35 Jahren. Allein 50 aktive Mitwirkende gehören zur Showgruppe der "Fliegenden Sachsen", noch einmal gut 50 Kinder und Jugendliche werden darüber hinaus in verschiedenen Leistungsgruppen ausgebildet, nennen ihn oft liebevoll "Papi" und finden beim Sport eine sinnvolle Betätigung in ihrer Freizeit - diese selbst dürfte der Kopf der "Fliegenden Sachsen" wohl kaum neben seinem Lebenswerk gehabt haben. Nur wer selbst als Trainer über einen längeren Zeitraum mit dem Nachwuchs gearbeitet hat, wird nachvollziehen können, wieviel Entbehrung, wieviel Leidenschaft sein Schaffen vorausgesetzt hat.