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Prof. E.h. Dr.-Ing. h.c. Hans-Jürgen Naumann

v.l. Heike Leschner, Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Prof. E.h. Dr.-Ing. h.c. Hans-Jürgen Naumann

Chemnitz galt einst als sächsisches Manchester. Die Stadt ist die Wiege des deutschen Maschinenbaus und blickt stolz zurück auf eine bald 200jährige Tradition dieser Industrie.

Dass diese Tradition heute lebt und von manchen Experten eine große Zukunft vorausgesagt bekommt, verdanken wir ganz maßgeblich einem Sachsen: Hans-Jürgen Naumann.

Als 1990 die ostdeutsche Industrie zusammenbrach, konnten er bereits auf jahrzehntelange Erfahrung als Ingenieur und Unternehmer in Amerika und Westdeutschland zurückblicken.

Er hat damals die Firma NILES in Chemnitz besucht - ein Betrieb, dessen CNC-Drehmaschinen auch zu DDR-Zeiten international einen sehr guten Ruf hatten. Er ist in seine sächsische Heimat zurückgekehrt und hat das Unternehmen und 250 Arbeitsplätze gerettet.

Das war es nicht so leicht, wie es klingt.

Die wichtigsten Abnehmer im früheren Ostblock fielen aus. Neue Märkte mussten her - und bessere, weltmarktfähige Produkte. Die Sache ist gut ausgegangen. Herr Prof. Naumann und seine Mitarbeiter konnten 175jähriges Jubiläum feiern.

Aus den 250 Arbeitsplätzen sind über 380 geworden. NILES-SIMMONS ist heute einer der größten Maschinenbauer Ostdeutschlands. Aus Chemnitz gehen auch wieder Anlagen nach Osteuropa auf die Reise. Für das Traktorenwerk in Minsk wird derzeit in Chemnitz eine komplette Anlage zur Herstellung von Traktorengetrieben hergestellt. Herr Prof. Naumann ist heute der Chef eines Global Player aus Sachsen, mit weltweit mehr als 1.000 Mitarbeitern und 200 Mio. Euro Umsatz. Chemnitz ist der Sitz eines international agierenden mittelständischen Konzerns mit Betrieben im Rheinland, Amerika und China.

Wer hätte das 1992 gedacht?

Das ist der eine Teil von Prof. Naumanns Lebenswerk. Der andere ist sein Engagement für die Region. Er hat immer gefragt: Was kann ich tun, um Chemnitz und den Maschinenbau voran zu bringen?

Hervorheben muss mann unter seinen vielen ehrenamtlichen Engagements in Vereinen und Verbänden vor allem das für die Wissenschaft. Innovationen sind der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes. So kommen die zum Beispiel aus den Laboren der TU Chemnitz und des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. Prof. Naumann ist deshalb beiden Einrichtungen als Berater und Förderer sehr verbunden. Niemand kennt die Trends besser als ein Industrieller, dessen Unternehmen selbst ganz vorn dabei ist. Umgekehrt hat er dafür gesorgt, dass Forschungsergebnisse den Weg in die Industrie finden. Dafür hat er das Kompetenzzentrum Maschinenbau Chemnitz mitgegründet.

Das Ergebnis sind innovative Produkte und Verfahren made in Saxony. Sie helfen den sächsischen Maschinenbauern, ihren Vorsprung vor der Konkurrenz zu halten. Das sichert Arbeitsplätze - und schafft gute Perspektiven. In den 1920er Jahren waren im Chemnitzer Maschinenbau rund 38.000 Menschen beschäftigt, so viele wie heute in der gesamten Branche in Sachsen. Unternehmerpersönlichkeiten wie Prof. Naumann bringen uns wieder Schritt für Schritt in Richtung der alten Bestmarke. Solche Sachsen-Asse legen die Basis für eine starke Region - und für das Glück vieler Sachsen.

Prof. Naumann ist für seine Verdienste schon vielfach geehrt wurden. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Träger des sächsischen Verdienstordens, Doktor und Professor ehrenhalber. Nun erhält er die höchste Form der Würdigung, wie ich meine. Denn die Sachsen-Asse werden von einer Stiftung ausgezeichnet, die getragen ist vom Engagement sächsischer Bürger. Die Anerkennung für die Preisträger kommt aus der Mitte der Gesellschaft.