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SOZIAL-ASS 2010

Siegfried Geßner, Sozialverband Deutschland e.V., KV Chemnitz

Springt ein, wo Not am Mann ist
Siegfried Geßner

Die Liste der Ehrenämter von Siegfried Geßner aus dem Chemnitzer Ortsteil Mittelbach ist lang: kommissarischer Vorsitzender des Kreisverbandes Chemnitz des Sozialverband Deutschland e. V. (SoVD), ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Chemnitz und am Landgericht Chemnitz, Mitglied im Landesseniorenbeirat, Mitglied des beratenden Ausschusses für Schwerbehindertenrecht beim Kommunalen Sozialverband Sachsen (KSV Sachsen), Mitglied im Beirat für Kriegsopferfürsorge bei der Hauptfürsorgestelle im KSV Sachsen, Mitglied im Sozialpolitischen Netzwerk der Stadt Chemnitz.

Darüber hinaus ist er seit 2004 der 1. Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen des SoVD. "In dieser Eigenschaft hält er den gesamten Verband zusammen und kümmert sich mit hohem Zeitaufwand um die Belange der Mitglieder", begründete der SoVD-Kreisverband Chemnitz den Vorschlag zur Ehrung Siegfried Geßners als SACHSEN ASS 2010 in der Kategorie Soziales.

Der SoVD - älteren Mitmenschen vielleicht noch besser bekannt als Sozialverband Reichsbund bzw. Reichsbund der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten, Sozialrentner und Hinterbliebenen - ist für Sachsen im Juni 1990 gegründet worden. Er kämpft auf jenen Gebieten für Recht und Gerechtigkeit, die auch vor den Sozialgerichten verhandelt werden, seien es Rente, Hartz IV, Behindertenrecht und anderes mehr. Im Rahmen seiner Möglichkeiten bietet der Verband selber Rechtsbeistand an, derzeit aus personellen Gründen allerdings in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Sachsen-Anhalt, dem größten in den neuen Bundesländern. "Unsere Mitgliedschaft ist nicht so zahlreich wie dort und im Durchschnitt sehr alt", sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Helmut Grabowski. Demzufolge sei die Personal- und Finanzdecke dünn. Da sei es nicht hoch genug zu bewerten, dass sich Menschen wie Siegfried Geßner ehrenamtlich vor den Karren spannen würden. Beispielsweise sei es trotz Unterbesetzung der Geschäftsstelle gelungen, in Chemnitz eine Pflegeberatung zu organisieren, wobei eine Mitarbeiterin aus dem Pflegebereich unabhängig über das Thema informiert. Der selber weit über 60 Jahre alte Landesvorsitzende sei auch oft mit vor Ort, wenn sich der SoVD in den sächsischen Regionen präsentiere. "Ich freue mich sehr über Siegfried Geßners Nominierung, er hat es wirklich verdient", sagt Grabowski.