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WISSENSCHAFTS-ASS 2009

WHZ Racing Team

WHZ Racing Team

Stellen Sie sich vor, Sie unterbreiten zusammen mit Dekanen und einer Fakultätsleitung den Studierenden einer Hochschule in der Automobilstadt Zwickau den Vorschlag, sich an einem weltweiten studentischen Wettbewerb zur Entwicklung des Baus und der Nutzung eines Rennautos zusammenzufinden. Und das Ganze funktioniert nach einem strengen Reglement, wobei trotzdem der eigenen Kreativität und Phantasie, dem Organisationstalent, der Findigkeit, dem Engagement genügend Raum zur Selbstvewirklichung und zum Selbstbeweis bleiben.
Das Echo vor über zwei Jahren war überwältigend. Leistungsbereite und leistungsfähige Studierende, junge Männer und vor allem auch junge Frauen aus nahezu allen Fakultäten der Hochschule fanden sich in einem Team zusammen, über dessen Effektivität und auch Effizienz der Arbeit man sich nur freuen konnte. Angehende Wissenschaftler, d.h. Ingenieure sowohl auf mechanischem als auch elektronisch-elektischem Gebiet, angehende Kaufleute und Betriebswirte aber ebenso Studierende des interkulturellen Managements und des Designs fanden sich zusammen. Es galt, unter Aneignung und Anwendung modernster wissenschaftlicher Methoden der Simulation und Visualisierung zu entwickeln, zu konstruieren, zu berechnen Aufträge für den Zukauf und die Fertigung auszulösen, selbst zu fertigen. Es galt, das ganze Team nach modernen wissenschaftlichen Gesichtspunkten des Managements zu strukturieren, Marketing zu betreiben und mit den Controllern und Finanzwissenschaftlern im Team zusammenzuarbeiten. Das Ganze wurde durchzogen von einer stringenten Qualitätskontrolle, ohne die im Rennsport nichts zu erreichen ist. Und bei den Kriterien des Reglements standen neben allem Perfektionismus in der Motorenanpassung, ds Getriebemanagements, der Ergonomie auch die Anforderungen des Umweltschutzes. Alle, die die Gelegenheit oder besser das Glück hatten, das Team bei der Arbeit zu erleben, zu verfolgen, wie sie auf Sponsoren und Förderer zugehen, um sie für das Projekt zu gewinnen, waren von der Leistungsfähigkeit fasziniert.
 
Im zweiten Jahr gelang dem Team der Durchbruch. Über 70 Studierende schafften es, sich in den Wettbewerben von Silverstone in England, Hockenheim in Deutschland und Fiorano in Italien zu behaupten. Unter den sächsischen Mitbewerben waren sie im wahrsten Wortsinne "SACHSEN ASSE".
Das Formula Student Team der Westsächsischen Hochschule Zwickau hat den guten Namen Sachsens als Automobil- und Ingenieurland ebenso wie den Namen Zwickaus und seiner Hochschule in die Welt getragen und Ehre eingelegt.